Karukera

Ein besonderer Rum von den Antillen

Der Name des auf der Antilleninsel Guadeloupe hergestellten alkoholischen Getränks geht auf den ursprünglich bei den Ureinwohnern genutzten Namen zurück und bedeutet sinngemäß „Die Insel der schönen Wasser“. Dabei kann das Produkt des französischen Übersee-Départements jedoch mit weit mehr als nur einem klangvollen Namen überzeugen. Während die Insel der Französischen Antillen politisch Frankreich zugehörig ist, geht die Verbindung zu Kontinentaleuropa zurück bis auf Christoph Kolumbus, der bereits 1493 der Insel ihren Namen gab. Die Kolonialisierung erfolgte aufgrund des Widerstandes der Kariben jedoch erst 1635 und bis heute zeichnet sich die Inselgruppe durch ihren starken eigenständigen Kulturbegriff und die Pflege der kreolischen Sprache aus. So wurde die Marke Karukera zwar offiziell erst im Jahre 2006 begründet, fußt jedoch auf der Tradition der Brennerei Longueteau. Diese und der zugehörige Grundbesitz sind bereits seit dem 19. Jahrhundert in Familienbesitz und mit Francois Longueteau und dem Generaldirektor Grégoire Hayot wurde fulminant ein neues Kapitel eingeläutet. So belebte man den bereits in den 1970er Jahren eingeführten Markennamen wieder und verlegte die Produktion auf hochwertigen Agricole-Rum. Dieser wird im Gegensatz zu den meisten konkurrierenden Rum Produkten nicht auf der Basis von Melasse, sondern unter Verwendung von Zuckerrohrsaft gebrannt. Dabei legt die Herstellerfamilie besonders hohen Wert an eine vollständig autonome Produktion. Dementsprechend übernimmt man dabei alle Arbeitsschritte selbst, vom Anbau des Zuckerrohrs auf einer Fläche von etwa 70 Hektar eigenem Land über die Destillation bis zur Einlagerung und Abfüllung. Da man hierbei auch ein gesteigertes Maß in Bezug auf Qualität und Vielfalt anlegt, bietet die vergleichsweise junge Marke der Distillerie Domaine du Marquisat de Sainte-Marie eine erstaunliche Bandbreite und lädt Rum-Kenner und Neuentdecker des einzigartigen Geschmacks zum Probieren ein.

Vielfältiger Geschmack mit individueller Veredelung

Die Produktion aus frischem Zuckerrohrsaft verleiht den Agricole Rumsorten eine intensive, meist blumige Note, wodurch er sich klar von klassischen Rums abgrenzt. Da diese aus Melasse hergestellt werden, einem Nebenprodukt der Zuckergewinnung, fehlt den betreffenden Rumprodukten der florale und oftmals fruchtige Beigeschmack des frischen Zuckerrohrs. Die ohnehin deutlich geringere Produktion dieser auch als „landwirtschaftlichem Rum“ bezeichneten Spirituose wird weiterhin durch die gezielte Lagerung und Veredelung geprägt. Dabei kommen neben französischen und amerikanischen Eichenfässern auch ehemalige Bourbon und Cognacfässer zum Einsatz. Dadurch ergibt sich eine erstaunliche Vielfalt der Endprodukte unter dem Label Karukera Rhum. Diese reicht von Noten wie Nuss und Zimt mit Anklängen von Vanille beim Rhum Vieux Agricole bis zu reifer Banane und Kokosnuss in Kombination mit Kakao und edlen Tropenhölzern beim L’Expression 45. Ebenfalls überzeugen können beispielsweise auch der eigens auf Rumbasis produzierte Orange Shrubb Likör oder die vielfältigen Sondereditionen wie der Cuvée Christophe Colomb 1493 aus besonders aromatischen Einzelfässern mit langer Lagerzeit. Zudem wird mit dem L’Intense auch der Bereich der „Overshooter“ bedient.

Pur oder im Cocktail ein besonderes Erlebnis

Die geschmackliche Vielfalt des Karukera Rhum in Kombination mit der vergleichsweise geringen Produktionsmenge des Agricole Rum machen in für eine Vielfalt von Anwendungsgebieten interessant. So wird er oftmals pur genossen, erfreut sich jedoch auch in Mischgetränken als Basis diverser Cocktails steigender Beliebtheit.



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